Verfasst von: Nati | 20. Juni 2009

7. Etappe: Neuwerk – Cuxhaven

Der Wattlauf

Heute war es dann soweit: die Königsetappe durchs Hamburger Watt von der Insel Neuwerk nach Cuxhaven stand an. Als Tourläufer hatten wir das Privileg, auf der zweiten, späteren Fähre nach Neuwerk gebracht zu werden. Wir mussten so erst um 9.30 Uhr am Fährhafen “Alte Liebe” sein. Aufgrund einer Verspätung kam die Fähre allerdings erst um 9.50 Uhr an und unsere Fahrt begann so gegen 10 Uhr. So hatten wir weniger Zeit, die wir auf Neuwerk bis zum Start warten mussten…

Tanja vom BIS Bremerhaven sagte uns, dass aufgrund des ungünstigen Windes die Priele vermutlich mehr als einen Meter über normal voll sein würden. Auf Nachfrage, wie hoch denn “normal” sei, antwortete sie, dass wir heute mit hüfthohem Wasser rechnen sollten. “Schwimmflügel bekommt ihr dann bei der Startnummernausgabe bei Martina!” ;-)

Auf Neuwerk wurden wir im Gasthaus Fock wieder mit allem was das Läuferherz höher schlagen lässt, versorgt: Nudeln, Zitronentee, Kaffe und Kuchen.
Nach dem Essen machten wir dann wie in den vergangen Jahren auch unseren obligatorischen Spaziergang über die Insel – einmal zum Leuchtturm und wieder zurück. Hin und wieder wagten wir einen Blick über den Deich, um zu sehen wie weit das Wasser schon weg war.

Nachdem um 16 Uhr die Taschenabgabe geschlossen wurde, machten wir uns so langsam bereit für den Start. Dieser erfolgte pünktlich um 17.15 Uhr, eine halbe Stunde nachdem die Walker schon aufgebrochen waren.
Für uns hiess es dann “Walker jagen” und ich glaube jeder Läufer war zusätzlich motiviert, wenigstens ein paar Walker noch vor dem Ziel zu überholen ;-)

Die Priele waren weitestgehend abgelaufen und nur ein oder zwei etwas tiefere mussten durchquert werden; auch zwei große Muschelbänke waren diesmal dabei. Bei einem der ersten Priele war so viel Schlick, dass es mir trotz fester Schnürung fast den Schuh ausgezogen hat.

Die ersten knapp 7 Kilometer hatte ich Mühe, an Brigitte aufzuschliessen. Danach lag ich ein paar Kilometer vorne bis sie mich schliesslich kurz vor dem Ziel wieder überholte. Die letzten Meter waren wieder sehr mühsam – der Sand, den die Veranstalter extra für uns aufgeschüttet haben ;-) , hatte es in sich. Die Mühe wurde allerdings direkt im Ziel mit der Medaille für das erfolgreiche “finishen” der Tour, belohnt.

Alles in Allem war es wieder ein sehr schöner Lauf und ich konnte sogar meine Zeit vom letzten Jahr leicht unterbieten.


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